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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 546 mal aufgerufen
 Wie der Name schon sagt: Klönschnack...
sebaTUStian Offline

Forums-Oberliga


Beiträge: 201

11.05.2005 17:10
nur ein hinweis um weitere anrufe zu vermeiden Antworten

Telefonterror

NICHT AUFLEGEN - Phone Booth
von Joel Schumacher, USA 2002, 81 Min.
mit Colin Farrell, Forest Whitaker, Katie Holmes, Radha Mitchell, Kiefer Sutherland
Thriller

Start: 07.08.2003

Note: 2+

Ein ganzer Film in einer Telefonzelle. Alfred Hitchcock war von der Idee fasziniert, Joel Schumacher hat sie jetzt umgesetzt – und mit »Nicht auflegen« einen der spannendsten Thriller der letzten Zeit vorgelegt.
Alles beginnt ganz harmlos: Ein junger Mann hastet durch die Straßenschluchten von New York, einen Begleiter neben sich, das Handy am Ohr. Colin Farrell gibt den stressgeplagten Medienmanager Stu Shepard im teuren Anzug. Nachdem er sich von seinem Assistenten getrennt hat, geht er in eine der letzten Telefonzellen in der 53. Straße, streift seinen Ring ab und legt ihn auf den Apparat. Er wird ihn vergessen, denkt man sogleich. Doch der Film nimmt eine andere Wendung.

Stu ruft seine Freundin an, von der seine Frau nichts ahnen darf. Weil er ein Perfektionist ist, zieht er sich zum Telefonat mit der Geliebten den Ehering vom Finger, und damit die Nummer nicht auf seiner Handy-Abrechnung auftaucht, er benutzt ein öffentliches Telefon. Kaum hat er aufgelegt, klingelt es in der Telefonzelle. Am anderen Ende der Leitung ist ein anonymer Erpresser, der hinter irgend einem Fenster ein Gewehr auf ihn gerichtet hat. Seine Forderung: Stu soll seine Frau anrufen, ihr von seiner Affäre erzählen, sie um Verzeihung bitten und in aller Öffentlichkeit seine Lügen und Gaunereien zugeben. Wenn er auflegt, bevor er diese Aufgaben erledigt hat, ist er ein toter Mann.

Es entwickelt sich eine Auseinandersetzung, die keine Minute langweilig wird. Stu laviert, versucht Zeit zu schinden, wird von zwei Prostituierten beschimpft, die telefonieren wollen, und von einem Zuhälter bedroht, der sich als Beschützer aufspielt. Als der erste Tote vor der Telefonzelle liegt, wird Stu des Mordes beschuldigt. Die örtlichen TV-Sender übertragen live aus der 53. Straße, wo Scharfschützen der Polizei auf den Dauertelefonierer zielen. Daß er sich trotzig weigert, den Hörer aufzulegen und die Telefonzelle zu verlassen, kommt dem Einsatzleiter des Polizeikommandos (Forest Whitaker) schon ein bißchen merkwürdig vor. Also wartet er erst einmal ab und versucht mehr über den Telefoniersüchtigen herauszufinden.

Man kann es nur bewundern, wie Joel Schumacher den Zuschauer durch den Film führt. Intelligent nutzt er jede Möglichkeit, Spannung zu erzeugen. Während Hitchcock sich ein Drama auf engstem Raum vorstellte, nimmt Schumacher die Telefonzelle als Brennpunkt und inszeniert auch vieles um sie herum. Er lockert auf, fährt mit der Breitwandkamera suchend die Hochhausfassaden ab. Er löst das Problem des begrenzten Ortes, indem er den kinematographischen Raum erweitert.

Dem Bösewicht, der sich gleichermaßen zum moralischen Richter und Henker aufwirft, gibt er (in der Originalfassung) keine Telefon-, sondern eine klare Studiostimme, was uns darin bestärkt, in ihm die innere Stimme, das Über-Ich des Helden zu sehen. Über dessen prekäre Lage empfinden wir zunächst Schadenfreude. Doch spätestens, wenn Frau und Freundin unter den Schaulustigen in der Straße angekommen sind und um den Erbarmungswürdigen zittern, hoffen wir auf ein gutes Ende.

sebaTUStian

insulaner Offline

Forums-Bundesliga


Beiträge: 599

11.05.2005 17:42
#2 RE:nur ein hinweis um weitere anrufe zu vermeiden Antworten

nur ein hinweis: wenn du so etwas hier abdruckst, musst du auch die quelle nennen, sonst machst du dich strafbar

sebaTUStian Offline

Forums-Oberliga


Beiträge: 201

25.05.2005 17:25
#3 RE:nur ein hinweis um weitere anrufe zu vermeiden Antworten

quelle?

alsterquelle!

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